In Kürze
3.053 Unternehmen sind im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland neu gegründet worden – 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025, wie Zahlen des Startup-Verbands zeigen. Ein zentraler Treiber ist Künstliche Intelligenz: Über ein Drittel der neuen Start-ups hat einen KI-Bezug.
Bei allen wirtschaftlichen Herausforderugnen, die etablierte Industrien gerade erleben, gibt es auch positive Entwicklungen: Noch nie wurden in Deutschland in einem ersten Halbjahr so viele Unternehmen gegründet wie 2026.
Von Anfang Januar bis Ende Juni wurden laut einer Erhebung des Startup-Verbands insgesamt 3.053 neue Firmen gegründet – mehr als im gesamten Jahr 2024. Die Zahl der Neugründungen steigt damit bereits das dritte Halbjahr in Folge. Der bisher gründungsstärkste Monat ist der Juni 2026 mit über 600 neuen Start-ups.
Anzahl der KI-Start-ups steigt überproportional
Ein zentraler Treiber für diesen Gründungsboom stellt Künstliche Intelligenz (KI) dar. Jedes dritte neu gegründete Start-up (34 %) hat einen KI-Bezug. Neben dem Softwaresektor, der mit Abstand stärksten Branche bei Jungunternehmen, entstehen viele Start-ups in den Bereichen Medizin und Lebensmittel.
Gründungsboom in Hamburg und Hessen
Die Gründungszahlen steigen in allen Bundesländern. Betrachtet man die Neugründugnen pro Kopf, folgen auf den Spitzenreiter Berlin Hamburg, Bayern und Hessen. Berlin bleibt in absoluten Zahlen mit 429 Neugründungen im ersten Halbjahr der stärkste Standort, wächst aber langsamer als der Bundesdurchschnitt – der Vorsprung schmilzt.
München hat die meisten neuen Start-ups pro Einwohner
Auf Städteebene gibt es die meisten Start-ups pro Kopf in München – die Stadt verteidigt ihren Spitzenplatz vor Berlin. Im Städteranking machten Frankfurt am Main (von Platz 12 auf Platz 5) und Hamburg (von Platz 11 auf Platz 6) die größten Sprünge. Die Top Ten der deutschen Start-up-Städte: München, Berlin, Düsseldorf, Aachen, Frankfurt am Main, Hamburg, Potsdam, Karlsruhe, Köln und Heidelberg. Diese Liste macht das Zusammenspiel in den Ökosystem-Clustern greifbar: Fast überall dort, wo führende Universitäten und Forschungseinrichtungen sitzen, entstehen auch die meisten Start-ups. Und diese Cluster verteilen sich inzwischen über die Bundesrepublik.
Immer mehr Unicorns in Deutschland
Nicht nur die Gründungszahlen steigen, es gibt auch immer mehr Unicorns unter ihnen. Die Zahl dieser Start-ups, die von Investoren mit über 1 Milliarde US-Dollar bewertet werden, ist seit Ende 2020 von elf auf 36 gestiegen. Seit Anfang 2026 gibt es sechs neue deutsche Unicorns. Auch abseits der Start-up-Hochburgen haben mehrere Firmen diesen Status erreicht. Der Gründungsgeist in Deutschland ist ungebrochen – und der Erfolg wächst, auch, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen nicht wie in den USA sind.
Kommunikation spielt eine wichtige Rolle dabei, dass Neugründungen erfolgreich werden. Sie hilft, Sichtbarkeit, Bekanntheit und Reputation aufzubauen – nicht nur bei potenziellen Kunden, sondern auch bei Partnern, Investoren und anderen wichtigen Stakeholdern. Um hervorzustechen, benötigen Start-ups auch in der Kommunikation klare Profile – und einen erfahrenen Partner, der ihnen hilft, ihre Ideen so zu transportieren, dass sie bei den Zielgruppen verfangen.