Der Kampf gegen die digitale Sorglosigkeit

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Im digitalen Zeitalter ist Cyber-Sicherheit existenziell wichtig: Das Bewusstsein dafür zu erhöhen und Lösungswege aufzuzeigen, ist eine Mammutaufgabe – insbesondere, wenn große Teile der Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung das Thema als Marginalie einstufen und Experten daher von digitaler Sorglosigkeit sprechen.

Um der wachsenden Zahl an Cyber-Sicherheitsfragen die nötige Beachtung zu verschaffen und die vielfältigen Aktivitäten des Staates dazu darzustellen, initiierte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine integrierte Kampagne (Januar 2016 bis Mai 2017).

Eckpfeiler waren neben Medienarbeit und audiovisueller Kommunikation, die Personalisierung durch den BSI-Präsidenten Arne Schönbohm, die Einbindung von Partnern und die Vernetzung mit Meinungsbildnern sowie maßgeschneiderte, saisonale Aktionen für Bürger, Wirtschaft und Politik.

In den Medien wurde eine Reichweite von über einer Milliarde erzielt, und Cyber-Sicherheit ist mittlerweile im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit angekommen!

 

Worum ging es bei der Kampagne?

Die Digitalisierung eröffnet große Chancen, birgt aber auch Risiken. Denn die digitale Sorglosigkeit ist groß. Dies bietet Kriminellen viele Möglichkeiten, Informationen auszuspähen oder Geschäftsprozesse zu sabotieren. Krankenhäuser, Kraftwerke, Telekomanbieter oder sogar der Bundestag wurden gehackt oder erpresst. Die Widerstandsfähigkeit Deutschlands gegen Cyber-Gefahren muss daher erhöht werden. Mit der neuen Gefährdungslage haben sich gemäß der Cyber-Sicherheitsstrategie des Bundes auch Rolle und Aufgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verändert.

 

Ziele & Strategie

  • Aufklärung / Sensibilisierung: IT-Sicherheit soll von Anwendern in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen, im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert und eigenverantwortlich umgesetzt werden.
  • Der Share of Voice, die Bekanntheit des BSI inklusive neuer Rolle und erweiterter Aufgaben sollen erhöht werden.
  • Wenn es in den Medien um Cyber-Sicherheit geht, soll das BSI eine prägende Rolle einnehmen.

 

Um das Bewusstsein für die Bedeutung von Cyber-Sicherheit zu erhöhen, wurde die Kommunikation neu ausgerichtet und u.a. um Dialog-, digitale und audiovisuelle Maßnahmen erweitert. Zudem erfuhr die Kampagne mit dem neuen Präsidenten Arne Schönbohm eine starke Personalisierung, um dem vordergründig leidigen Thema „die notwendige Präsenz“ in der Öffentlichkeit zu verleihen. Weiterhin wurden zur Stärkung der Kampagne Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingebunden.

 

Maßnahmen entsprechend des BSI-Leitgedankens

„Das BSI als die nationale Cyber-Sicherheitsbehörde gestaltet Informationssicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.“

 

Genau daraufhin wurde die BSI-Positionierung zugespitzt. Einher gingen Definition von Rollen, Aufgaben, Themen und Botschaften des BSI in einem Positionierungsbaukasten. Es wurden aktiv Themen wie Cyber-Sicherheit in der Industrie 4.0 oder Ransomware gesetzt (Agenda Setting) oder private Themen der IT-Sicherheit genutzt (Agenda Surfing). Die Inhalte wurden multimedial über Pressearbeit in Print und TV, via Corporate Media, Social Media und auch bei Events / Messen im Dialog mit Multiplikatoren ausgespielt.

 

  • CEO-Positionierung: BSI-Präsident Schönbohm verschaffte als Gesicht des BSI den zunehmenden Cyber-Gefahren die notwendige Beachtung. Mit einer Medienoffensive gelang es, ihn als Experte und Sprachrohr für die BSI-Angebote aufbauen. Zudem trat er bei 60 Konferenzen als Sprecher zu IT-Sicherheitsthemen auf.

 

  • Bürger-Kommunikation: Ein Schwerpunkt bildete die Bürger-Ansprache. Hierfür wurden eigene Newspunkte geschaffen und saisonales Agenda-Surfing genutzt, um Ansätze für Medienberichterstattung zu schaffen („Digitaler Frühjahrsputz“, „IT-Sicherheit im Urlaub“, Schuljahresanfang „Achtung Internetanfänger“, Vorweihnachtszeit „Vorsicht beim Online Shopping“). Auch zu Anlässen wie „Safer Internet Day“ oder Fußball-EM gab es mit Presseinfos, Erklärfilme, Infografiken, Radio-PR und Social Media vielfältige Aktivitäten, die eng vernetzt zu mehr Bewusstsein bzgl. Cyber-Sicherheit beitrugen.

 

  • Eventreihe „BSI im Dialog“: Um den Dialog mit Multiplikatoren zu fördern, wurden IT-Sicherheitsthemen gemeinsam mit Experten aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik beim Frühstück diskutiert. An bisher 10 Events nahmen insgesamt über 500 Teilnehmer teil.

 

  • European Cyber Security Month (ECSM): Im Oktober unterstützte das BSI den ECSM, mit dessen Aktionen für Cyber-Sicherheit sensibilisiert wird, mit eigenen Aktionen. Zudem wurden 73 Partner gewonnen, die sich mit 123 zusätzlichen Aktionen beteiligten (+ 265% zu 2015 und damit Spitze in Europa). Neben der Pressearbeit wurden Erklärvideos, Broschüren und eine Microseite erstellt.

 

  • Bewegtbild: Ein Image-Video informiert über die zunehmenden Cyber-Gefahren sowie Rolle und Aufgaben des BSI. Weitere Realfilme und Erklärvideos informieren über sichere mobile Kommunikation, rufen zum ECSM-Monat auf oder erklären, wie Bürger sich gegen Internet-Gefahren schützen können. Alle Videos sind auf den BSI-Webseiten zu sehen und auf Messen oder anderen Events des BSI im Einsatz.

 

  • Digitale Kommunikation: Neben der BSI-Webseite informiert die Webseite „BSI für Bürger“ Informationen um sich sicher in der Digitalisierung zu bewegen. Präventive Schutzmaßnahmen sind hier genauso wichtig wie Informationen zu aktuellen Risiken. Die Webseite mit monatlich 85.000 Besuchern wird flankiert durch einen 14-tägigen Newsletter an ca. 100.000 Abonnenten, eine Facebook-Seite, die monatlich über 100.000 Personen erreicht, und seit März 2016 Twitter mit rund 6.000 Followern. Alle Werte sind rein organisch, da keine Facebook-Werbung betrieben wird. Bei allen digitalen Angeboten nahmen die Nutzerzahlen im Kampagnen-Zeitraum, aber auch danach stetig und deutlich zu.

 

Solche Ergebnisse können sich sehen lassen

Die Informationskampagne des BSI gegen digitale Sorglosigkeit hat das Thema IT-Sicherheit noch stärker auf die Agenda gebracht. Besonders durch das Setzen neuer Themen wurde in Print, TV, Radio und Social eine Reichweite von über 1er Milliarde erzielt. Mehr als 20 Themen wurden von Nachrichtenagenturen und TV-Hauptnachrichtensendungen aufgegriffen.

Innerhalb des Kampagnenzeitraums war allein der Präsident Arne Schönbohm in allen Top-Print- und TV-Medien mit 80 Interviews und Statements sowie mehr als 200 Beiträgen präsent. Das BSI hat sein neues Gesicht gekonnt als Experten platziert!

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Pressesprecher Matthias Gärtner ist mehr als zufrieden: „Wir haben die Kampagnenziele erreicht und die Erwartungen erfüllt.“ Jetzt bleibt abzuwarten, ob das gestiegene Bewusstsein der Internetnutzer auch deren Verhalten verändert … Dafür ist jeder Einzelne selbst gefragt!